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Ernährungsberaterin Monika Masik im Gespräch
Monika Masik

Ernährungsberaterin

Leben
14.04.2021
Monika Masik ist Ernährungsberaterin in Mödling und Wien. Das Studium der Ernährungswissenschaften sowie ihren heutigen Beruf hat sie nicht von ungefähr gewählt: Als Jugendliche ist sie an Diabetes erkrankt und durch einen Gendefekt musste ihre Lunge transplantiert werden. Dadurch war eine gesunde Ernährung, die auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sein musste, schon früh nicht nur Thema, sondern überlebensnotwendig. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf Gewichts- und Fettreduktion. Ihr Ziel: Menschen durch einen besseren Gesundheitszustand, mehr Energie und Fitness ein gesteigertes Selbstbewusstsein zu geben.

Angenommen ich hätte vor dem Interview gerade noch ein fettes Kebab mit extra Schärfe gegessen und dazu einen prickelnden Softdrink getrunken, abgerundet von einem leckeren Eis mit Schlagobers als Nachspeise. Was wären deine Gedanken?

Wenn man sich sonst okay ernährt, warum nicht? Ich bin keine, die rigide kontrolliert, sondern jemand, der eher flexible Kontrolle ausübt. Man sollte sich schon auch mal was gönnen. Es hat keinen Sinn, wenn man immer nur sagt, was man nicht darf und nicht soll. Da baut sich nur Frustration auf und du fällst nach ein paar Wochen in alte Ernährungsgewohnheiten zurück und pfeifst drauf. Mir ist in der Beratung schon oft gesagt worden, dass ich eine charmante Strenge habe. (lacht) Dieses Immer-lieb-Sein, wollen die Leute, die zu mir kommen, gar nicht. Manche sagen schon am Anfang, dass sie einen ordentlich strengen Umgang haben wollen. »Sie können ruhig mit mir schimpfen«, bekomme ich immer wieder gesagt. Das mache ich zwar nicht, aber ich sehe natürlich an Messungen, ob der Ernährungsplan funktioniert oder nicht. Und wenn ich merke, dass es so nicht weitergeht, dann sage ich das auch.

Wenn du sagst, man soll sich auch mal was gönnen, ist das doch dieses typisch Österreichische, à la »Eins geht noch« und »Morgen fang ich dann an«.

Nein! Ich gebe schon einen Plan her, den man mal 14 Tage durchziehen sollte. Da stehen die Lebensmittel und Mengen drauf, die gut für einen sind. Daran muss man sich in erster Linie schon halten, sonst wird’s ja wirklich nix. Wenn man sich immer wieder Ausnahmen gönnt, glaubt der Klient, er tut was, wobei er in Wirklichkeit zu wenig macht. Nach 14 Tagen kommt man zur Kontrolle. Wenn dabei festgestellt wird, dass Fett weggeht, und nicht Muskeln und Wasser, ist der Klient schon mal ganz anders motiviert. Drei bis fünf Kilo können in den zwei Wochen schon mal runtergehen, was ja schon mal was ist. Ab dann gibt es einen Genusstag die Woche.

Und dann darf man essen, was man will?

Ja, aber das machen die meisten dann nicht mehr, weil sie ja den Erfolg gemerkt haben. Natürlich gibt es auch die Klienten, die sagen, dass sie sich’s einmal die Woche ordentlich geben. Komme, was wolle.

Bis zum Erbrechen.

Zum Beispiel. (lacht) Mein Ziel ist halt, dass sie merken, dass es ihnen nicht mehr so gut tut, wenn sie das machen. Fünf Prozent bleiben meist übrig, die weiterhin essen, was sie wollen. Dann gibt’s die, die es auf sich zukommen lassen. Die haben weder Hunger noch Gusto auf was Süßes. Und dann gibt’s die, die es kategorisch ablehnen, weil sie sich schon zu gut kennen und wissen, dass es besser ist, im Plan zu bleiben. Die sind extrem streng mit sich, weil sie die Gefahr sehen, rückfällig zu werden.

Ist das dann ähnlich wie bei Alkoholikern?

Ja. Die, die zu mir kommen, haben schon viel gemacht und ausprobiert – intermittierendes Fasten, Weightwatcher bis hin zum Magenband. Ich bin dann oft die letzte Station, die sie probieren. 

Was passiert dann?

Dann geben sie auf, auch psychisch. Bei manchen ist es auch so, dass ich die letzte Station vor dem Magenband bin. Ab einem BMI von 40 zählst du zu den hoffnungslosen Fällen, die von der Krankenkasse ein Magenband gratis bekommen. Es war mal eine Klientin bei mir, die hat mir davon erzählt, dass ihr der Arzt empfohlen hat, noch zehn Kilo zuzunehmen, weil sie das Magenband dann aufgrund des BMI gratis bekommt. So läuft es teilweise.
Im Interview: Ernährungsberaterin Monika Masik

Bei welchen kulinarischen Sünden wirst du als Ernährungsberaterin schwach?

Gummibärlis. (lacht) Ich bin kein Schoko-Fan. Schokolade kann bei mir echt schlecht werden. 

Wie oft kommt das vor?

Selten. Wirklich ganz selten.

Einmal im Quartal?

Nein, nicht einmal. Ich hab’s eigentlich ganz abgestellt durch den Diabetes. Es passiert wirklich nur ganz selten. Ein Sackerl Gummibärli hat 39 Stück Würfelzucker. Wenn ich beim Einkaufen schwach werde, nehme ich das Packerl in die Hand, dreh’s um, schau mir die Nährwerttabelle an, leg’s wieder zurück und geh. Es zahlt sich einfach nicht aus. Aber ich gebe zu, dass ich sie sehr gerne essen würde. (lacht) Ab und an esse ich auch mal eine Kardinalschnitte. Sowas ist mir deutlich lieber als eine derbe Nougattorte. Die ist mir viel zu süß.

Gefühlt ist jedes Jahr von neuem Superfood die Rede, wie beispielsweise der Goji-Beere oder dem Kombucha-Pilz. In diversen Ratgebern wird suggeriert, dass man dadurch abnimmt, gesünder, schöner, jünger und potenter wird.

Wie der Stangensellerie. Da gab’s auch mal einen Hype. Alle haben nur noch Selleriesaft getrunken. Ich mein ... da musst du dir auch erst einmal schön reden, dass sowas gut schmeckt. Auch bei Smoothies. Ob ein Green Smoothie wirklich gut schmeckt, ist zu hinterfragen.

Kommt wahrscheinlich drauf an, was man alles zusammenmixt.

Ja, eben! Es sollten zwei Drittel »green« sein und ein drittel Obst. Aber nur »green«? Da lässt sich drüber streiten. Wenn du weißt, dass es gesund ist und es dir gut tut, denkst du vielleicht auch, dass es dir gut schmeckt. Solche Leute gibt es. 

Hat Superfood seine Berechtigung?

Nein, du kannst genauso gut Heidelbeeren essen. Grünkohl ist ein Superfood. Brokkoli ist ein Superfood. Das gibt es alles bei uns.

Man kann sich also rein durch saisonale und heimische Kost supergesund ernähren, ohne dabei einen ökologisch schweren Fußabdruck zu verursachen.

Natürlich. Bei den Goji-Beeren muss man ja auch die Pestizide berücksichtigen und die Herkunft, wenn wir ans Klima denken. Es wird halt immer ein Lebensmittel gehypt, das wir dann alle essen, bis es kritisch hinterfragt wird.

Wenn du einen Hype auslösen könntest, welches Lebensmittel würde dann im Mittelpunkt stehen?

Brokkoli ist supergut mit seinen sekundären Pflanzenstoffen, auch in Bezug auf Krebsprävention! Oder auch der Apfel! Der wirkt präventiv cholesterinsenkend und harnsäuresenkend. Er hat Ballaststoffe und du kannst ihn immer mitnehmen. Es gibt ihn in allen Farben und unterschiedlichen Geschmackssorten – säuerlich, süß, süß-säuerlich. Auch alte Apfelsorten gibt es für alle, die die neuen nicht vertragen – Braeburn oder Gravensteiner zum Beispiel. Du kannst ihn geschält oder ungeschält essen oder auch in Kompottform. Außerdem gibt es ihn zu jeder Jahreszeit. Der Apfel ist einfach ein Allrounder und keiner redet von ihm als Superfood.
Im Interview: Ernährungsberaterin Monika Masik

Bei welchen Ernährungstrends, die oftmals auch von Hollywood-Superstars angestoßen werden, hat es dir bisher den Magen umgedreht?

Adele hat jetzt urviel abgenommen! Das war die sogenannte Sirt-Food-Diät. Sirtuine stehen dabei im Fokus. Da nimmt halt jeder ab. Sirtuine bewirken die Fettverbrennung und sind beispielsweise im Rotwein enthalten.

Das heißt, wenn man Rotwein trinkt, nimmt man ab?

Ich hab mir die Diät angesehen – Rotwein und Schokolade waren erlaubt! Aber halt auch in Kombination mit einem Megatraining. Durch viel Training und wenig Kalorien nimmt man automatisch ab.

Um kurz zur Frage der Ernährungstrends zurückzukommen: Gibt es auch gefährliche Trends?

Die ketogene Diät, auch Keto-Diät, wird aktuell extrem gehypt. Im Prinzip ist sie wie die Atkins- Diät. Man isst dabei viel Eiweiß und Fett. Bei diesen Diäten denke ich mir, dass ich sie nicht verstehe. Sie wird auch von Ärzten empfohlen, aber in meiner Praxis könnte ich nicht sagen, dass die Leute kein Obst und Gemüse, sondern nur Eiweiß und Fett essen sollen. Das widerstrebt mir! Die Leute nehmen allerdings alle ab und fühlen sich wohl. Ich kann diese Form der Ernährung nicht empfehlen, da ich um den Cholesterinspiegel und um die Harnsäure Angst hätte und man auch keine Ballaststoffe zu sich nimmt.

Es gibt so viele unterschiedliche Diäten, dass man als Normalbürger schon nicht mehr weiß, was für einen selbst das Richtige ist und was vielleicht sogar schädlich sein kann.

Daher ist mein Slogan: »Zurück zur Normalität«. Warum essen jetzt alle gluten-, laktose- und fructosefrei? Es ist halt klar, dass man Sachen dosieren muss und man nicht einfach eine Riesenschale Obstsalat essen soll! Aber zur Mahlzeit dosiert Obst dazu, warum nicht?! Warum soll immer ein Teil vom Teller wegfallen? Entweder lassen die Leute den basischen Anteil weg oder das Fett oder was auch immer. Aber wir brauchen alles! Kohlehydrate, Fett und Eiweiß sind die Makronährstoffe. Die brauchen wir, weil jeder davon seine Aufgabe hat. Zusätzlich brauchen wir dann noch Vitamine und Ballaststoffe. Wenn irgendetwas davon auf einmal wegfällt in dieser neuen Welt, dann frage ich mich, warum? Wir sollten mit allem versorgt sein. Es muss nur richtig dosiert sein. Ein Beispiel: Wenn man sich mehr bewegt, braucht man mehr Kohlehydrate. Ein Sportler wird davon also mehr benötigen. Jemand, der nur auf der Couch oder vorm Computer sitzt, sicherlich weniger.

Ich hab interessanterweise einmal genau das Gegenteil bei mir beobachtet. Als ich am Wochenende wandern war, habe ich weniger gegessen als untertags im Büro. Da habe ich mir zum Nachmittagskaffee eine Torte geholt, die ich rein von der Bewegung her sicherlich nicht gebraucht hätte.

Weil du die Torte verfügbar hattest. Wir essen ja oft nicht aus Hunger, sondern aus Stress, Frust, Genuss oder Langeweile. Ich bin froh, wenn jemand mal wieder Hunger hat!

Erkennst du bei deinen übergewichtigen Klienten automatisch, was der Grund ist? Ob es sich um Frustesser, Stressesser oder Liebeskummeresser handelt?

Das bekomme ich sofort mit. Eigentlich weiß ich das nach zwei Minuten. Manche kommen nach Jahren wieder zu mir, weil sie über die Zeit die Kilos wieder oben haben. Da geht es nicht um Hunger, da geht es um psychische Geschichten. Aktuell sind es die Lockdowns. Ansonsten geht es um Scheidungen, Jobwechsel, Krankheiten, Einsamkeit und so weiter.
»Hunger ist ein Schmerzgefühl, Gusto ist Wohlverlangen durch äußere Reize«

Ich habe mal gelesen, dass man oftmals, wenn man glaubt, Hunger zu haben, eigentlich zu wenig getrunken zu hat.

Kann auch sein. Hunger ist ein Schmerzgefühl. Du isst dann Sachen, die du unter anderen Umständen niemals essen würdest, weil Unlust im Spiel ist. Mit Hunger kannst du keine Ernährungsumstellung machen. Es frustriert, immer Hunger zu haben. Wenn bei mir jemand Hunger hat, gebe ich der Person sofort mehr Gemüse oder Eiweiß, weil das verantwortlich für die Sättigung ist. Gusto ist das Wohlverlangen durch äußere Reize.

Wer sind dir die lieberen Klienten: schwer Übergewichtige mit Vorerkrankungen oder vollschlanke Sportler mit Hang zur Selbstoptimierung?

Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen ihr Gewicht reduzieren sollten oder sogar müssen. Die kommen, um etwas zu ändern und weil sie sich insgesamt wieder wohler fühlen wollen. Schwierig finde ich Klienten, die Shakes und Supplemente nehmen, um Muskeln aufzubauen.

Warum?

Im Hobbysport sind Supplemente und Shakes nicht notwendig. Ich bin ja dazu da, damit meine Klienten lernen, richtig zu essen. Sportler sind allerdings spannend zum Arbeiten, weil ich mehr gefordert werde! Es geht dann schon mehr um den Feinschliff.

Was war bisher der heftigste Lebenswandel, den einer deiner Klientinnen oder Klienten vollzogen hat?

Das war ein Bauer, der 160 Kilo bei einer Größe von 1,80 Meter gewogen hat. Mittlerweile hat er seinen Job gewechselt, trainiert und hat 60 Kilogramm abgenommen. 

Wenn man so viel abnimmt, hat man dann überschüssige Haut oder Streifen, die man von Schwangerschaften kennt?

Ab 30 Kilo fängt es an zu hängen, das ist schon so, ja. Manche meiner Klientinnen und Klienten haben dann ein Bodylifting gemacht. Das bekommt man auch bewilligt und wird in Absprache mit einem Arzt umgesetzt.
Im Interview: Ernährungsberaterin Monika Masik

Bitte um ganz einfache Ernährungstipps für Menschen mit folgenden Beschwerden: Pickel, Blähungen, Sodbrennen, Antriebslosigkeit und ständiges Schwitzen.

Pickel: Bei Akne sollte man sämtliche Kuhmilchprodukte weglassen. Auch auf Zitrusfrüchte sollte man verzichten. Obst generell nur früh und mittags essen. Hauptsächlich geht es allerdings tatsächlich um Milchprodukte, wenn man Hautprobleme hat. 

Blähungen: Weniger Rohkost und mehr gedünstetes Gemüse essen. Hülsenfrüchte sind gesund, allerdings blähen sie. Da sollte man dann eher auf rote oder gelbe Linsen umsteigen, um nicht ganz auf Hülsenfrüchte zu verzichten. Zusätzlich kann man Bohnenkraut oder Fenchelsamen dazumischen. Wenn man wirklich ganz massive Blähungen hat, dann generell auf Hülsenfrüchte verzichten und keine Rohkost mehr! Wenn die Blähungen dann immer noch nicht weggehen, kann man sich anschauen, ob sie von irgendwelchen Intoleranzen kommen, wie zum Beispiel einer Laktose- oder Fructoseintoleranz. Auch Weizen und Süßes können Verursacher sein. 

Sodbrennen: Nicht zu fett, nicht zu scharf, nicht zu süß! 

Antriebslosigkeit: Ganz wichtig ist hier der Essrhythmus. Empfohlen werden drei Mahlzeiten im Vier- bis Sechsstundentakt. Dazwischen sind Pausen wichtig, damit der Insulinspiegel nicht ständig rauf- und runtergeht. 

Ständiges Schwitzen: Die Frage ist hier, ob zu viel Fleisch und Wurst gegessen wird. Weniger tierisches Eiweiß, dafür mehr basischen Anteil über Gemüse. Und: nicht zu scharf essen!

Um am Ende des Interviews kurz zum Anfang des Lebens zu kommen: Für junge Eltern ist es schwer, ihren Kindern das Naschen zu verbieten, spätestens wenn sie in den Kindergarten kommen. Gleichzeitig wird der Grundstein für die spätere Ernährung gelegt. Was ratest du jungen Eltern?

Wenn man ganz streng sein will, haben die Eltern in den ersten zehn Jahren Vorbildwirkung. Da ist es wichtig, dass »g’scheite« Sachen auf den Tisch kommen und die Kinder zu Hause nicht andauernd irgendwelches Naschzeug bekommen. Man kann spielerisch auch Gesundes präsentieren, wie zum Beispiel einen Obstspieß. Gesunde Ernährung soll ja nicht grottenlangweilig sein. Einflüsse von außen kommen irgendwann dann eh automatisch. Wenn dann aber von zu Hause die Vorbildwirkung vorhanden ist, hilft das schon. Wichtig ist auch, nicht immer unzählige Alternativen anbieten. Die Kinder zwischen zwei unterschiedlichen Obstsorten wählen lassen, aber die eine wird dann gegessen. So können sich Kinder auch ausprobieren, weil sich der Geschmack über die Zeit auch verändert. Und ein letzter Tipp: Essen ist keine Belohnung! Wenn sie schreien oder sich weh getan haben, dann bitte nicht mit Essen belohnen, wenn es ihnen wieder gut geht oder sie ruhig sind. Das ist ein großer Fehler! Daraus werden später die stressbedingten Belohnungsesser. Gewisse Muster gehen mit bis ins Erwachsenenalter.

Lieblings-

Buch: Der träumende Delphin (Sergio Bambaren) 
Film: Love is all you need
Song: Low Burn (Underworld)
Schauspieler/in: John Cusack, Keanu Reeves
Motto: Höre nie auf, anzufangen. Fange nie an, aufzuhören.
Autor/in: Paulo Coelho, Sergio Bambaren
Serie: Der Bergdoktor, Two and a half Men, Grey’s Anatomy, Das Traumhotel 
Stadt: Athen
Land: Griechenland
Gericht: selbstgestampftes Erdäpfelpüree, Wok-Gemüse
Getränk: Lillet Wild Berry, Hugo

Persönliches Mitbringsel

Mein Hund, der Leo. Da ich keine Kinder bekommen kann, ist er sicherlich irgendwo ein Ersatz. Ich gehe mit ihm jeden Tag in den Wald. Dort ist mein Ruhepol zur Entspannung und der Leo ist immer mit dabei. Ohne Hund gibt es mich gar nicht. Der Leo ist jetzt elf. Der Chico davor wurde sechzehneinhalb. Das heißt, dass ich seit siebenundzwanzigeinhalb Jahren jeden Tag in den Wald gehe.
Bernermischling namens Leo

Schönstes und negativstes Erlebnis der vergangenen Woche

Schönstes: Eine Klientin ist mit Blumen zu mir gekommen und hat mir gesagt, dass sie sich pudelwohl fühlt. Über so etwas freue ich mich am meisten, wenn Dankbarkeit von den Leuten zurückkommt, weil sie sich wieder wohlfühlen und wieder ein Leben haben.
Negativstes: ein Wadenkrampf.

Berufswunsch als Kind

Tierärztin

Wen wolltest du immer schon einmal treffen?

Sergio Bambaren, weil seine Lebenseinstellung einfach genial ist. Er ist ein Aussteiger, der sich wirklich getraut hat, etwas zu verändern. Mit so einem Menschen zu sprechen, wäre sicherlich interessant. Erstens muss man es vom Typ her sein und es müsste machbar sein, was bei mir schwierig ist. Ich habe durch mein Leben meine Vorgaben.

Teenie-Schwarm

Rick Astley

Café-Bestellung

Kamillentee

Ort des Interviews

Café Bruder & Schwester
Das Café Bruder & Schwester in Mödling gehört tatsächlich zwei Geschwistern. Vor dem eigenen Café hat der Bruder 15 Jahre lang bei einem internationalen Konzern in der Systemgastronomie gearbeitet. Die Schwester hingegen war 20 Jahre lang für eine weltweit agierende Schmuckmanufaktur tätig. Da beide Karrieren zur selben Zeit ihr Ende gefunden hatten, haben sie kurzerhand beschlossen, sich einen Traum zu erfüllen: ihr eigenes Lokal! Und damit sind sie sogar in die Fußstapfen ihrer Urgroßeltern getreten, die bereits ein Café in Berlin betrieben haben.