Suche in allen Interviews
Abbrechen
Thomas Rabitsch in seinem Tonstudio
 
       
       
Thomas Rabitsch

Musikproduzent, Keyboarder und Falco-Bandleader

Kultur
16.12.2020
Thomas Rabitsch kann mittlerweile als graue Eminenz der österreichischen Musikszene bezeichnet werden. Gestartet hat er in den 70ern bei den Rockbands »Hallucination Company« und »Drahdiwaberl«. Dort lernte er auch den damaligen Bassisten Hans Hölzel kennen, der später als Falco in die Musikgeschichte eingehen sollte. Anfangs begleitete Rabitsch ihn als Keyboarder, in weiterer Folge als Bandleader. Später wechselte er als Musikproduzent verstärkt hinter die Kulissen, um andere Musiker zu unterstützen, aber auch um Hörbuch- und TV-Produktionen wie beispielsweise »Starmania« oder »Dancing Stars« als musikalischer Leiter zu begleiten.

In einer Buchpublikation, die vor Jahren erschienen ist, meintest du, deine Freunde sagen, du seist ein Phlegmatiker?

Ja, ich kann auch sagen, »Phlegma« is my middle name. (grinst) Ich bin schon schwer aus der Ruhe zu bringen, was vielleicht auch mit meinem niedrigen Blutdruck zusammenhängt. Also ja, ich bin schon sehr relaxed.

Immer schon gewesen?

Ja, früher sogar zu viel. (lacht) Ich habe ziemlich viele meiner Jahre am Anfang des Lebens verschlafen. Es ist meine Art, eher ruhig zu bleiben. Es bringt Vorteile und hat vielleicht auch den Nachteil, dass man zu wenig ungeduldig ist im Leben. Ich bin ein sehr entspannter Mensch. 

Du meintest einmal, dass du leise vor dich hersummst und dabei oft den rettenden Einfall für deine Musikproduktionen hast. Geht das mit dem Phlegmatischen einher? Ist es nach wie vor so, dass die Einfälle mit der Zeit kommen?

Was ich schon gelernt habe im Lauf der Jahre: Ich brauche, wie wahrscheinlich jeder andere Mensch auch, Abgabetermine. Damit rattert es dann schon auch mal zwölf bis vierzehn Stunden durch im Studio, bis ich fertig bin. Dieser Prozess hat lustigerweise vor 17 Jahren bei »Starmania« begonnen, weil wir jede Woche zeitnah abgeben mussten. Es war einfach keine Zeit, um zu tüfteln. Das war schon gut für mich, diese Disziplin zu lernen. Wenn ich allerdings Zeit habe, verliebe ich mich schon in die Details und warte auf Inspiration. Oftmals passiert das unterwegs beim Spazierengehen.
Thomas Rabitsch in seinem Tonstudio

Ist diese Einstellung – gerade auch vor Bühnenauftritten – hilfreich, weil das Lampenfieber einen damit nicht so nervös macht?

Früher war ich ein Fan der Improvisation und bin vom heutigen Standpunkt aus relativ unvorbereitet auf die Bühne gegangen. Mit der Zeit hat sich das so verändert, dass ich umso entspannter bin, je genauer ich vorbereitet bin, weil ich dann sicherer bin. Lampenfieber habe ich zwei bis drei Minuten vorm Betreten der Bühne. Das spüre ich also schon, und das brauchst du auch, diesen Adrenalinschub, der dann rechtzeitig zündet. 

In den frühen 80ern hatte ich eine Band, die ausschließlich improvisiert hat. Wir wussten nicht, was wir spielen werden und sind einfach aufgetreten. Diese Versuche sind dann doch zu 80 % gelungen. Ab und zu sind wir auch erfolgreich, direkt glorios, gescheitert. (lacht) Das waren halt die Sturm-und-Drang-Jahre, in denen man probiert, wie weit man gehen kann. Und gleichzeitig ist die Improvisation extrem wichtig, gerade im Jazz. Mittlerweile bin ich aber weit nicht mehr so oft auf der Bühne wie früher.
»Die Beschäftigung mit der Musik ist ein gutes Mittel, die Zeit zu vergessen«

Geht dir das Rampenlicht ab, oder ist es schon ganz gut so, wie es ist?

Es hat sich verschoben und das ist auch in Ordnung so. Meine private Bühne ist das Studio, in dem ich ungestört arbeiten kann. Für mich ist es wichtig, dass ich Produktionen erst abgebe, wenn ich selbst damit zufrieden bin. Manchmal vergesse ich dabei die Zeit und sitze bis spät in der Nacht oder in den frühen Morgen hinein. Die Beschäftigung mit der Musik ist ein gutes Mittel, die Zeit zu vergessen. Wenn du in den Mikrobereich der Musik gehst, analytisch am Computer arbeitest und deine Sachen hinterfragst, arbeitest du in einem »Time Grid«. Du arbeitest in Takten in einem gewissen Tempo, verlierst dich vielleicht in einem halben Takt, schiebst hin, schiebst her und fängst an zu überlegen. Je mikroskopischer du wirst, desto langsamer wird die Zeit. Manchmal habe ich das Gefühl, die Zeit bleibt stehen. Meine Theorie dazu ist, dass du in dieser Zeit länger lebst. Ich fühle mich jünger, als ich aussehe! (lacht)

Wenn ihr früher viel improvisiert habt und du dich heute in der Zeit mikroskopischer Musikarbeit verlierst: Hat sich das Musikbusiness damit generell verändert? Ist weniger Zeit und Platz vorhanden, um sich kreativ ausprobieren zu können? Muss man im Takt funktionieren, auch wenn es der Kreativität nicht förderlich ist?

Wenn du Hits von heute mit Songs von Pink Floyd oder anderen Stücken aus den 70ern und 80ern vergleichst, hat früher alleine das Intro zwei Minuten gedauert, bis es losgegangen ist. Heute geht das schneller, der Refrain muss nach spätestens 50 Sekunden zu hören sein. Das Antlitz der Musik hat sich also schon verändert. Es gibt auch viel mehr Angebot also früher. Der Katalog von Spotify wächst, glaube ich, exponentiell. In Zeiten von Vinyl und später auch der CD war das deutlich überschaubarer. Das hat sich schon rasant weiterentwickelt.

Auch wenn wir auf unsere Zeit in den 80ern zurückblicken, war das in Wien eine überschaubare Szene. Jeder hat jeden gekannt, man hat sich gegenseitig unterstützt oder halt auch bekriegt. Aber wenn du dir anschaust, wie viele Acts es heute in ganz Österreich gibt, ist das ungleich mehr. Ich bin aktuell in der Jury vom Musikfonds. Gerade während der Lockdowns war mehr Zeit vorhanden, um Musik im Studio zu produzieren. Letztens wurden über 200 Alben eingereicht. Jeder von uns fünf Juroren musste zehn Alben aussuchen, was echt schwer war!

Als wir Anfang der 2000er mit »Starmania« angefangen haben, lag die Musiklandschaft in Österreich brach. Durch diese Casting-Show gab es dann wieder Impulse – mit Christl Stürmer zum Beispiel. Heute gibt es mit Wanda und Bilderbuch, die große Erfolge haben, einen ganz anderen Impact.
Thomas Rabitsch in seinem Tonstudio

Gerade in den letzten Jahren gab es mit den von dir erwähnten Bands einen Aufschwung der heimischen Musikszene. Auch Solo-Musiker wie Voodoo Jürgens oder der Nino aus Wien begeistern über die Grenzen hinweg. Wie sehr erkennst du stilistische Einflüsse aus den 80ern, die du maßgeblich mitgeprägt hast?

Wanda ist für mich eine logische Fortsetzung dessen, was man Austro-Pop nennt. Bilderbuch hingegen ist schon wieder ein bisschen falcoesk. Die beiden Bands werden oft miteinander verglichen, obwohl man die gar nicht miteinander vergleichen kann! 

Heutige Interpreten und Künstler schauen allerdings nicht so bewusst auf die Zeit zurück, sondern haben gewisse Berührungspunkte einfach mitbekommen und setzen diese fort. Natürlich sagt Marco Wanda dann, dass Hansi Lang oder Wolfgang Ambros ihn beeinflusst haben. Die Band Kreisky und Austrofred sind weitere Beispiele. Auch im Hip-Hop-Bereich hat sich viel getan. Es ist schon toll, dass in den letzten Jahren so viel gleichzeitig aufgepoppt ist. In den 90ern und 0er-Jahren war Flaute. In den 80ern hingegen war die Hölle los. Das haben wir auch so empfunden. Ich hatte damals, Mitte der 80er, sicherlich 180 bis 200 Songs live drauf für fünf unterschiedliche Acts. Mit Falco haben wir uns allerdings nie – und Bilderbuch geht es sicherlich ähnlich – als Austro-Pop empfunden, sondern als internationale Popmusik.

Hat man dann Kontakt zu den Jungen der Branche oder ist es eher ein Beobachten aus der Ferne?

Beides. Ich pflege sehr gerne Kontakt. Wir kennen uns alle und treffen uns auch – soweit es halt in Lockdown-Zeiten geht. Manchmal ist es auch nur virtuell. Im Sommer hat Marco mich besucht, wir haben zwei Heizschwammerl im Garten aufgestellt, und es war eine Session von 8 Uhr abends bis 6 Uhr in der Früh. Das war wirklich toll! Wir haben einfach durchgeplaudert. Eine tolle Nacht, die wir da gemeinsam verbracht haben. Man fragt sich gegenseitig aus, fragt nach der Meinung des anderen, vergleicht Geschichten. Das ist schön. Wir sind eine Community, die einander kennt.

Meine Erfahrung als Musikproduzent kann ich natürlich – sozusagen als Konsulent – einbringen, wenn man mich fragt. Ob das dann was bringt, müssen diejenigen selbst beurteilen. Es gibt mittlerweile nicht nur bei Musikern, sondern auch bei Produzenten die Next-Next Generation. Insofern schaue ich dann also schon auch aus der Ferne zu. Der Produzent von Wanda, Paul, war früher bei mir Assistent. Es ist ja auch völlig klar, dass junge Musiker bei Produzenten ihrer Altersgruppe anfragen. Jede Zeit hat ihre Protagonisten. Ich hadere nicht mit diesem Umstand, sondern freue mich, dass etwas passiert. Mein Sohn Jakob ist sehr aktiv in Los Angeles in der Hip- Hop- und Rap-Szene und mittlerweile auch schon dreimal für den Grammy nominiert gewesen. Letztes Jahr war er mit Mavi Phoenix und Mira Lu Kovacs bei mir im Studio und hat mit ihnen produziert. Da war ich mehr der Schlüsselwart, der auf- und zugesperrt hat. (lacht)
Thomas Rabitsch im Tonstudio beim Interview

Wenn ihr alle in Kontakt miteinander seid, könnte es dann sein, dass ihr früher oder später eine Kollaboration auf der Bühne anstrebt?

Auf der Bühne sicher nicht, nein! Ich habe neben »Starmania« und »Dancing Stars« auch »Die große Chance« musikalisch begleitet. Mit einer Gewinnerin dieser Show habe ich auch ihr Debütalbum produziert. Sie wollte unbedingt, dass ich mit ihr am Donauinselfest auftrete. Ich habe das gemacht. Es war zwar schön, aber ich habe auch gemerkt, ein Fremdkörper zu sein, weil ich mittlerweile zu alt bin. Es ist gut, wenn Leute gemeinsam auf der Bühne stehen, die auch schon in der Sandkiste miteinander gespielt haben. Ich bin dort halt bereits 30 Jahre früher raus. Ich will nicht der alte Professor sein, bei dem die Jungen, die super sind, immer das Gefühl haben, sie müssen einen fragen, ob das jetzt eh okay war.

Allerdings ist es oftmals ohnehin so, dass Junge das Gefühl haben, sie müssen die alten Leitwölfe wegbeißen, um sich zu beweisen. Umso schöner ist es, wenn die Leistung anerkannt wird und man erkennt, dass es Wegbereiter vor einem gegeben hat, die sich – wie offenbar in deinem Fall – nobel zurückhalten, weil sie ihre Zeit im Rampenlicht hatten. Klingt nach einer schönen, gegenseitigen Wertschätzung.

Im positiven Fall sollte es so sein und es ist auch so. Natürlich gibt es auch Leute, von denen du weißt, dass sie dich nie fragen werden, weil sie einfach anders gepolt sind. Als ich zwischen 20 und 30 war, hatte ich meine Idole, aber auch Leute, von denen ich wusste, dass ich mir nichts zu erwarten brauche. Eine gewisse Scheiß-mi-nix-Arroganz darf man als Junger schon haben. (grinst) Das muss man auch akzeptieren. Wenn ich helfen kann, freue ich mich. Das kann auch bedeuten, dass ich jungen Musikern eine Woche lang das Tonstudio überlasse und nicht dabei bin.

Du wirst – wie auch Filmproduzent Rudi Dolezal oder Musikmanager Horst Bork – alle paar Jahre, meist zu runden Geburts- oder Todestagen von Falco, zu Falco interviewt. Wie geht’s dir damit, alle Jahre wieder zum selben Thema und zur selben Person befragt zu werden?

Es ist mittlerweile zu einer Standardsituation geworden, die jede Dekade mal aufbricht. Als wir im U4 den 50. Geburtstag von Falco gefeiert haben und ein Jahr später seinen 10. Todestag, habe ich mich erstmals nach seinem Tod wieder intensiv mit seinem Werk auseinandergesetzt im Zuge der CD/DVD-Produktion »Falco Symphonic«. Das war schön, auch wenn anfangs etwas Wehmut dabei war. Eine gewisse Zeit habe ich sicher gebraucht, ein Gefühl dafür zu entwickeln, nicht nur darauf reduziert zur werden. Es ist Teil meiner Geschichte. Wir bekommen heute noch Fanpost, in der gefragt wird, wie Falco wirklich war. Manchmal werden auch Maturaarbeiten zu Falco geschrieben und ich werde dazu kontaktiert. Ich helfe dann natürlich gerne, auch wenn es immer die gleichen Fragen sind. Ich kann dann halt auch immer nur die gleichen Antworten geben, die dann eben auch schon routiniert sind. Was ich nicht erzähle, sind private Dinge. 

Gibt es etwas, das – deiner Meinung nach – noch keine Erwähnung gefunden hat? Man hat das Gefühl, wie du gerade beschrieben hast, dass schon alles gefragt und alles gesagt wurde.

Mitnichten. Es wurde wahrscheinlich wirklich schon alles gesagt. Ich hätte nicht das Gefühl, dass ich diesbezüglich noch irgendwie überrascht werde.

Wenn man sich deine Karriere ansieht, könnte man sie so zusammenfassen: vom Keyboarder zweier Anarcho-Rockbands zum seriösen Musikproduzenten, der sogar fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen und für klassische Buchverlage produziert. Wäre solch ein Werdegang heute nochmals möglich?

(lacht) Ich glaube schon! Sowas passiert nach wie vor. Als Junger ist man ein junger Wilder ... im Optimalfall. Man ist nicht so angepasst. Irgendwann wirst du »mature« und etwas seriöser. Meine Prämisse lautet: Solange ich dazu stehe und mich reintigere und Gänsehaut bekomme, bei dem was ich mache, denke ich mir, dass es so sein soll. Ob das nun bei »Dancing Stars« ist, wenn am Schluss »Queen« gespielt wird oder es ein Naturfilm ist, für den ich die Musik produziere, bei dem ich die Inspiration über die Bilder bekomme. Man muss sich dazu bekennen, immer neu gefordert zu werden, und darf nicht in Routinen verfallen, auch wenn es Routinen gibt, die die Erfahrung bringen. Rein logistisch weiß ich, was man wo braucht, um dorthin zu kommen, wo ich hinwill. Der künstlerische Content muss allerdings immer wieder neu gemacht werden. Man muss neu entdecken und neu verwerfen, damit es dann neu bestehen muss. Das ist das Spannende! Ich liebe meinen Beruf, weil er einen wachhält.
Thomas Rabitsch lachend in seinem Tonstudio

Kennst du den Song »To Live and Die in L.A.«?

Sagt mir etwas.

Umgelegt auf dich: Du bist in Ottakring aufgewachsen, du lebst in Ottakring. Soll die letzte Ruhestätte auch in Ottakring sein, am Friedhof am Fuße des Wilhelminenbergs?

Ja, wahrscheinlich schon. Wobei ich dazu immer wieder mal mit meiner Frau streite, weil sie eigentlich woanders hinwill. (lacht) Ich bin in Ottakring aufgewachsen, war in der Maroltingergasse in der Schule. Vis-à-vis davon ist ein Altersheim und dahinter ist der Ottakringer Friedhof. Daneben sind ein Gasthaus und ein Eissalon. Ich dachte mir irgendwann, dass man eigentlich nur diesen Kreis vollziehen muss und es würd schon reichen. (lacht) Also, ja, ich bin überzeugter Ottakringer!

Was soll einmal auf deinem Grabstein oder deiner Urne stehen?

Ohhh, gute Frage! Keine Ahnung, das ist mir völlig egal.

Vielleicht, dass der letzte Ton verklungen ist?

Um Gottes willen, frag mich doch nicht solche Fragen.

Ich hatte letztens den Gedanken – vielleicht auch aufgrund eines morbiden Sarkasmus im Zuge der Pandemie –, dass ich unter Umständen gerne den Satz »Loss eam, der schloft!« draufstehen hätte.

Sehr gut, das würde mir auch gefallen! Oder: Loss eam weiterbüseln! (lacht)

Lieblings-

Buch: Fällt mir keines ein, da ich kein Lieblingsbuch habe.
Film: Apocalypse Now und generell Filme von Francis Ford Coppola 
Song: Imagine (John Lennon)
Schauspieler/in: Gary Oldman
Motto: Freude haben.
Autor/in: Stanislaw Lem
Serie: Breaking Bad
Stadt: Wien, Berlin, Hamburg
Land: Habe ich keines.
Gericht: Überbackene Eiernockerl
Getränk: Ottakringer

Persönliches Mitbringsel

Da wir das Interview heute via Zoom aufgrund des Lockdowns machen, konnte ich leider nichts mitnehmen. Daher habe ich mich für mein Studio entschieden, in dem ich heute sitze.

Schönstes und negativstes Erlebnis der vergangenen Woche

Schönstes: Das schönste Erlebnis war, als wir meinen Sohn vom Flughafen abgeholt haben – nachdem wir uns ein Jahr nicht gesehen haben! Diese Umarmung, wenn auch mit Maske, merkt man sich deutlich länger als eine Woche. Das war der schönste Moment! 

Negativstes: Meistens ärgere ich mich über Sachen, die ich selbst verbocke. Das war letzte Woche aber nicht der Fall. Wir haben sogar – trotz Corona – »Dancing Stars« gut hinter uns gebracht. Ansonsten ... ich war heute beim Zahnarzt ... das war vielleicht nicht so toll. Wobei, reden und rauchen geht beides schon wieder.

Berufswunsch als Kind

Ich wollte eigentlich immer Musik machen. Mit sieben oder acht Jahren waren die Beatles gerade sehr populär. Ich habe davon geträumt, der fünfte Beatle zu werden, und dachte mir, dass ich Paul und John dann sagen werde, wie sie dieses und jenes zu machen haben. (lacht)

Wen wolltest du immer schon einmal treffen?

Ich habe Joe Zawinul einmal bei einem Konzert getroffen und war extrem scheu, eigentlich schon richtig fertig! Wenn du einem solchen Idol gegenüberstehst, fallen dir ja nur ganz doofe Halbsätze ein. Ein anderes Idol ist John Cleese von Monthy Python. Er war einmal in Wien, als er Werbung für ein Wettbüro gemacht hat, und saß auf einmal am Nebentisch in einem Lokal. Ich war wie versteinert, weil das so toll war! Meine Frau ist zu ihm und hat ein Autogramm für mich bekommen. (lacht) Mit dem würde ich sehr gerne einmal plaudern. Es wäre sehr lustig, mit ihm einen langen Abend zu verbringen. Der ist mein großer Hero!

Teenie-Schwarm

Ich war immer sehr scheu. Ich habe lange gebraucht, bis ich eine Freundin hatte, und manche habe ich nie erreicht. Von denen weiß ich heute nicht mal mehr den Namen. In musikalischer Hinsicht mochte ich die Beatles und die Stones sehr gerne. Später dann die Kinks und dann generell Jazz. Und der, der alle überstrahlt hat, war Joe Zawinul. Und: Miles Davis. Das waren meine Idole. Nicht nur Teenie-Idole, sondern tatsächlich seriöse. Auch in Richtung Frank Zappa habe ich mich in weiterer Folge orientiert.

Café während des Interviews

Verlängerter

Ort des Interviews

Zoom
Aufgrund des anhaltenden Lockdowns für die Gastronomie und damit auch Kaffeehäuser sowie einer anstehenden Musikproduktion von Thomas Rabitsch hat das Gespräch bei keinem persönlichen Kaffee, sondern via Videotelefonie des Anbieters Zoom stattgefunden.