Suche in allen Interviews
Abbrechen
Im Gespräch mit Freediverin Christin Gerstorfer
 
       
       

Christin Gerstorfer

Frei- bzw. Apnoetaucherin

Leben
17.11.2025
Christin Gerstorfer ist Freediverin – also Frei- bzw. Apnoetaucherin. Das Ziel dieser Sportart: so lange wie möglich die Luft anzuhalten bzw. mit nur einem Atemzug so tief wie möglich oder auch die längste Strecke im Pool zu tauchen. Gerstorfer ist hierbei Österreichs jüngste Rekord-Freitaucherin und hält aktuell mehrere nationale Rekorde im Tieftauchen. Wie es dazu gekommen ist, welche Bestmarken sie noch anstrebt und mit welchen Risiken man als Athletin womöglich konfrontiert wird, erläutert sie im Interview.

Wollen wir das heutige Gespräch mit einem tiefen Atemzug beginnen?

(grinst) Ja, sehr gerne, finde ich gut!

Dein persönlicher Rekord liegt bei ...

... 5 Minuten und 31 Sekunden im Training.

Wie lange würdest du ad hoc hier im Café schaffen?

Puh, gute Frage. Sicherlich 4 bis 4,5 Minuten.

Sollen wir es kurz probieren und ich stoppe mit?

Nein, mit Kaffee und meiner aktuellen Herzfrequenz wäre das keine gute Idee.

Was würde passieren? Wäre es jetzt gefährlich?

Gefährlich wäre es nicht, aber doch sehr unangenehm. Wenn die Herzfrequenz so hoch ist, verbraucht man viel Sauerstoff. Auch die Sitzposition ist nicht optimal, und ohne Vorbereitung ist es schwer, so eine Marke zu schaffen, wenngleich aus dem Stegreif meist trotzdem so um die 4 Minuten gut machbar sind.

Wie lange musst du dich im Training oder während eines Wettbewerbs vorbereiten?

Man macht ein Warm-up in mehreren Phasen. In der Regel hat man bei einem Wettbewerb bis zu 45 Minuten Zeit, um sich vorzubereiten. Wenn man früher anfängt, wird man disqualifiziert. Beim Tieftauchen bereite ich mich mit einem sogenannten »Hang« vor. Ich tauche bis zu 15 Meter runter und hänge mich dort für ca. 3 Minuten hin. Meist mache ich dann noch einen zweiten Tauchgang, um meine Lunge aufzuwärmen und meinen Druckausgleich zu testen. Danach folgt dann mein Tiefentauchgang. Meine persönliche Bestleistung liegt bei 75 Metern Tiefe.

Und der Weltrekord bei den Frauen liegt bei ...?

123 Metern mit Monoflosse von Alessia Zecchini. Bei den Männern sind es 136 Meter von Alexey Molchanov – auch mit Monofin. Beim Luftanhalten liegt der Rekord bei den Frauen bei 9 Minuten und 22 Sekunden, aufgestellt von Heike Schwerdtner. Bei den Männern liegt der Rekord bei 11 Minuten und 35 Sekunden mit eigener Atemluft, ohne Sauerstoff, aufgestellt von Stéphane Mifsud.
Talk mit Freitaucherin Christin Gestrofer

Was ist dein persönliches Ziel? Ist es realistisch, solche Rekorde zu brechen, oder liegen die so weit weg, dass sie unerreichbar sind?

Irgendwann muss man sich spezialisieren und sich entscheiden, ob man tief taucht oder unter Wasser schwimmt. Leute, die im Tieftauchen Rekorde aufgestellt haben, sind nicht immer die Top-Leute im Pool und umgekehrt, auch wenn es Ausnahmen gibt. Natürlich sind sie in beiden Disziplinen gut, aber Rekorde in beiden zu halten, ist sehr schwer zu schaffen. Für mich ist das Brechen von Weltrekorden aktuell noch zu weit weg. Mein Ziel besteht grundsätzlich darin, herauszufinden, was mein Körper und Geist können. Was ich schaffen möchte: die 100-Meter-Marke knacken. Die Tiefe möchte ich für mich selbst schaffen, weil ich wissen möchte, ob ich zu den wenigen Auserwählten auf dieser Welt gehöre. (grinst) Wenn ich das schaffen würde, wäre ich die erste Österreicherin, die jemals so tief getaucht ist. Im Wettkampf wäre ich mit 75 Metern bereits die erste. Von dort an will ich dann auf die 80 und sukzessive noch weiter. Um offizielle Rekorde geht es mir per se nicht. Ich weiß, dass mein Körper und mein Kopf stark sind, sonst wäre ich heute nicht mehr hier. Ich hatte eine schwere Kindheit und Jugend, daher weiß ich, dass ich etwas aushalte. Ich weiß auch, dass ich Disziplin habe, denn alleine mit Talent kommt man nicht so weit.

Fleiß überholt Talent.

Ganz genau, und danach lebe ich auch. Eines meiner Ziele ist, dass ich alle Nationalrekorde im Tieftauchen halte. Einer wurde erst kürzlich gebrochen, was nicht schlimm ist, denn es hilft der gesamten Community, besser zu werden. Außerdem bin ich zuversichtlich, den Rekord in den nächsten paar Monaten wieder toppen zu können. Ich war dieses Jahr sehr krank und wäre fast gestorben. Von daher bin ich sehr stolz, bei der Weltmeisterschaft in fast allen Disziplinen 10 Meter tiefer getaucht zu sein, als ich davor geschafft habe.
»Mit 12 Jahren bin ich alleine auf 15 bis 18 Meter im kalten See getaucht«

Du hast nun einige private Themen angesprochen. Wollen wir hier weiter anknüpfen?

Ich kann gerne kurz von meiner Kindheit erzählen. Mit der Hintergrundgeschichte versteht man dann meinen Werdegang wahrscheinlich auch besser. Ich bin in einer Ärztefamilie aufgewachsen, und das Leistungsklischee wurde sehr stark erfüllt, vor allem von meinem Vater. Wenn meine Leistungen nicht gepasst haben, habe ich das zu spüren bekommen. Daher hatte ich lauter Einser – in der Volksschule, in der Unterstufe und später auch in der Oberstufe. Auch im Sport und später im Beruf habe ich mir immer Druck gemacht, was auch ins Burnout und zur Magersucht geführt hat. Ursprünglich war ich im Wettkampfsport aktiv – Trampolinspringen, Tennis, Reiten, Laufen ... das alles hat mich kaputt gemacht und wollte ich nicht mehr. Dann habe ich Freitauchen für mich entdeckt. Mit 12 Jahren bin ich alleine auf 15 bis 18 Meter im kalten See getaucht. Da konnte niemand mitreden, in der Tiefe war ich mein eigener Chef. Mit der Zeit habe ich dann gemerkt, dass das eine eigene Sportart ist. Dort habe ich dann gespürt, was mein Geist und mein Körper können und dass mich dieser Sport von allem, was ich bisher auf dieser Welt kennengelernt habe, am meisten entspannt. Irgendwann hat mir einer meiner ersten Mentoren – Eugen Göttling, einer der großen Freitaucher Österreichs – gesagt, dass ich die nationalen Rekorde brechen könnte, was ich eigentlich gar nicht wollte, weil das wieder Wettkampf bedeutet hätte. Irgendwie war dann dennoch der Ansporn da, es zu probieren. Im Endeffekt bin ich dann total reingekippt, weil es anders kompetitiv im Vergleich zu anderen Sportarten ist: Man feuert sich gegenseitig an und Freunde von mir halten Weltrekorde. Es ist eine Community, die eine wunderschöne Familie ist.

Wie steht dein privates Umfeld dazu?

Meine Mutter unterstützt mich tausendprozentig. Ansonsten ist meine Familie sehr stolz auf mich. In Österreich glauben die meisten, dass man beruflich im Sportbereich nur Skifahrer oder Fußballer werden kann. Neben meiner Tätigkeit im Nationalteam organisiere ich Tauchreisen, leite mit einem Businesspartner eine Tauchschule auf den Philippinen, bin Sprecherin bei Konferenzen und auf Universitäten, bin Unterwassermodell, betreue Kinder mit Aqua-Phobie, bin als Wettkampfrichterin sowie Instruktorin und im Mental-Health-Bereich aktiv mit Workshops und Coachings.

Das klingt nach sehr viel. Das nächste Burnout scheint vorprogrammiert.

Richtig, aber wenn man selbstständig ist, arbeitet man selbst, ständig und viel. Es ist meine Leidenschaft und tut mir extrem gut, das alles weiterzugeben. Je mehr Sponsoren und Wettbewerbe dazu kommen, desto höher ist die Herausforderung, die Freude daran nicht zu verlieren. Ich muss mich also schon auch immer erinnern, warum ich das eigentlich mache. Meine Balance zu halten, ist schon eine Aufgabe. Ein Richtungsweiser, ob es mir gut oder nicht gut geht, sind meine Haare. Durch den ganzen Umweltstress, den ich vorher beschrieben habe, fallen mir, seitdem ich 12 Jahre alt war, die Haare aus. So gut wie jetzt sind sie noch nie gewachsen.

Wenn man solche Werdegänge hört, dann wirkt das oft so, als ob die von dir beschriebene Entwicklung ganz klar vorgezeichnet ist. Von der Apnoetaucherin zur Mental Coachin und Betreiberin der eigenen Tauschschule, die mit Sponsoren ausgestattet ist und Kindern hilft, Aqua-Phobie zu überwinden. Aber in Wirklichkeit handelt es sich – vor allem in Österreich – um eine extreme Nische. Wie schafft man es, aus einer Nische so viel entstehen zu lassen, während andere von einem Nischendasein nicht leben können?

Vom Apnoetauchen kann man nicht oder nur schwer leben – auch die Weltrekordhalter nicht, wenn sie daneben nicht noch etwas anderes machen, wie zum Beispiel die Gründung einer eigenen Tauchschule oder eines Equipment-Unternehmens. Daher muss man nebenbei geschäftstüchtig sein. Ich habe Tourismusmanagement studiert und bin sehr froh darüber. Wie viel aus etwas entstehen kann, ist tatsächlich jedem selbst überlassen. In meinem Fall hat es zum Beispiel geholfen, dass durch Covid Mental Health und auch die Atemthematik mehr in den Fokus gerückt sind.

Spannen wir kurz den Bogen in die Vergangenheit: Der Anstoß liegt in deiner Kindheit, die du als nicht sehr angenehm empfunden hast. Wo wärst du jetzt, wenn deine Kindheit anders verlaufen wäre?

Sehr gute Frage ...

Man wird gelobt, weil man so ist, wie man ist, oder weil man etwas geleistet hat. Wenn du immer gesagt bekommen hättest, dass du gut, hübsch, lieb, intelligent bist, was wäre dann passiert?

Ja ... ich glaube, dass ich ein paar Dinge dennoch nicht gebraucht hätte, um so ambitioniert und leistungsorientiert zu werden. Mobbing und Exkludierung würde ich nie jemandem antun. Es geht um die richtige Mischung, seinem Kind zu zeigen, dass man es liebt und gleichzeitig pusht. Bei mir war das nicht so gut ausgewogen. Ich hätte mehr das Mittelmaß gebraucht. Aber ja, wenn ich streichelweich mit Seide behandelt worden wäre, wäre ich heute sicher auch nicht dort, wo ich heute bin. Auch wenn ich im Rückblick manches ändern würde, bin ich heute der mental starke Mensch, der ich bin. Selbst wenn die Welt über mir zusammenbricht, schaffe ich es heute, Rekorde aufzustellen. Darauf bin ich sehr stolz. Ich bin stolz, welcher Mensch aus mir geworden ist.
Interview mit Freediverin Christin Gerstorfer

Bist du glücklich?

Die Frage ist sehr tief. Wenn mich das jemand vor meinem Burnout gefragt hätte, wäre die Antwort »Nein« gewesen. Heute lautet die Antwort »Ja«. Klar habe ich auch manchmal negative Tage, keine Frage. Viele Leute, die wissen, was ich durchgemacht habe, sagen mir immer wieder, dass ich eine kleine strahlende Sonne bin, obwohl ich mit so viel zu kämpfen habe. Das ist ehrlich und nicht gefaked. Das bin ich. Das Leben ist zu kurz, um traurig zu sein. Wir alle sterben irgendwann. Wir wissen, was einmal passieren wird, also warum machen wir nicht das Schönste daraus? Im Endeffekt ist alles halb so schlimm. Die Zeit heilt alles. Das habe ich erst heuer wieder gemerkt. Ich hatte eine schwere Krankheit, die durch einen Keim ausgelöst wurde. Es war allerdings kein Tauchunfall! Das hätte auch einem Schwimmer passieren können. Ich weiß nicht mal, ob es im Salz- oder Süßwasser passiert ist. Der Keim ist über die Ohren in die Nebenhöhlen und dann in die Lunge gewandert und hat dort Erstickungsanfälle ausgelöst. Ich war auf den Philippinen in einem Krankenhaus, habe über 2,5 Monate über 8 Antibiotika bekommen, und auch nach 10 CT-Scans konnte keine Besserung festgestellt werden. Ich bin über Fieberträume ins Delirium gefallen und an Maschinen gehangen. Ich dachte, dass es das jetzt war und ich sterben werde. Die Ärzte meinten, jemand, der älter wäre – so um die 40 oder 50 –, wäre wahrscheinlich gestorben. Als ich die Stimme meiner Mutter gehört habe, dachte ich: Jetzt ist es so weit. Allerdings war sie wirklich da – sie ist Anästhesistin und ist zu mir geflogen –, hat mich in ein anderes Krankenhaus verlegen lassen, und dann wurde es besser. Was dann durch die ganzen Entzündungen noch dazugekommen ist: eine Blinddarm-Operation. So hat der Start in mein Jahr ausgesehen. Die Ärzte meinten, dass ich so nicht an der WM teilnehmen solle, sondern ein Jahr Pause brauche. Da ich mir aber meinen Kindheitstraum erfüllen wollte, habe ich darauf hingearbeitet. Meine Lunge ist wieder voll funktionsfähig, auch wenn ich körperlich noch nicht ganz fit bin. Im Endeffekt bin ich dann 10 Meter tiefer getaucht als davor, was ein extremer Sprung für mich war. Leider wurde mein letzter Tauchgang dennoch disqualifiziert, weil meine Atemwege nach dem Auftauchen aufgrund von Erschöpfung und Sauerstoffverbrauch durch eine Welle ganz kurz unter Wasser waren, was mir auf dem Papier den Titel als tiefste Frau Österreichs gekostet hat. Dennoch: Ich war da unten und habe trotz allem extrem viel geleistet. Ich bin happy! Und: Wer weiß, was alles möglich ist, wenn ich mal ein perfektes Jahr habe. Darauf freue ich mich schon.

Woher kommt diese extreme Form der intrinsischen Motivation bei Sportlern und Athletinnen? Nehmen wir beim Tennis Thomas Muster, in der Formel 1 Niki Lauda, beim Skifahren Hermann Maier oder beim Boxen Mike Tyson. Die sind alle nach Schicksalsschlägen stärker zurückgekommen, als viele Beobachter gedacht hätten, und haben zum Teil ihre alten Leistungen übertroffen. Man arbeitet jahrelang auf etwas hin und dann wird man aus der Bahn geworfen. Andere würden darauf pfeifen. Man hat keine Erfolgsgarantie, aber sehr viel Aufwand. Das ist doch extrem frustrierend.

Du willst wissen, woher die intrinsische Motivation kommt, sich weiter zu pushen?

Ja. Du hast zwar nicht die Bestätigung am Papier, dass du die tiefste Österreicherin bist, aber weißt es, weil du schließlich da unten warst. Den meisten Leuten würde das doch reichen.

Ja, eh. Ich kann jetzt nicht für Hermann Maier oder Thomas Muster sprechen, aber es hängt sehr stark mit der Persönlichkeit zusammen. Ich glaube, es hängt damit zusammen, dass man irgendjemandem oder auch sich selbst etwas beweisen möchte. Bei mir liegt es daran, dass ich schauen möchte, was mein Körper und Geist können. Wettbewerbe sind die Situationen, die dich am meisten auf die Probe stellen. Im Training hat man ein schönes, entspanntes Umfeld. Im Wettkampf heißt es allerdings: jetzt oder nie! Wenn du es dann in so einem Stressumfeld auch kannst – mit Kameras und Zusehern –, ist das in unserem Kopf vielleicht eine größere Leistung, als wenn wir es im Training schaffen. Aber ja ... was man sicher auch lernen muss und ich noch lernen kann: über den Dingen zu stehen, weil es egal ist, ob man nun offiziell besser ist oder nicht.

Wie du vorher schon gesagt hast: Früher oder später sterben wir alle.

Richtig.

Ein Freund hat mir letztens vorgeworfen, nihilistisch zu sein. Er meinte, er möchte in Erinnerung bleiben. Ich meinte, spätestens in ein paar Generationen erinnert sich keine Sau mehr an ihn. Selbst wenn die Familie noch physische Fotos haben sollte ... später einmal wird niemand etwas damit anfangen und sie landen im Müll.

Vollkommen richtig, ja. Ich glaube, es geht bei uns um einen gewissen Pioniergeist, der uns intrinsisch motiviert. Bei den Bergsteigern ist es nicht anders. Es geht um die Grenzerfahrung und die Frage: »Können wir das?« Ich möchte aber darauf hinweisen, dass wir das meist in einem kontrollierten und sicheren Umfeld machen – mit Sicherheitstauchern, Notfallkräften und Druckkammern. Beim Skifahren oder Boxen kann viel mehr passieren. Der Extremsport wird immer als gefährlich dargestellt, aber die Todesfälle, die vorkommen, geschehen meist, weil jemand alleine unterwegs ist oder bereits gesundheitliche Probleme hatte.
»Beim Flaschentauchen schaut man hinaus, beim Apnoetauchen schaut man in sich hinein«

Was kann sich jeder von uns vom Apnoetauchen abschauen? Du hast vorhin von Coachings und mentaler Stärke gesprochen.

Das Leben ist im Grunde nichts anderes als eine Serie von Tauchgängen. Manche sind tiefer, manche sind flacher. Und wir entscheiden, wie wir durch diese atmen. Wenn wir hecheln, dann signalisieren wir dem Vagusnerv Gefahr. Oder ich atme tief durch und analysiere die Situation. Wir können Tage ohne Essen überleben, Stunden ohne Wasser, aber nur Minuten ohne Luft. Das ist unser direkter Zugang zum Nervensystem. Darüber denken wir viel zu wenig nach. Ansonsten als schöner Vergleich: Beim Flaschentauchen schaut man hinaus und sich das Meer an, beim Apnoetauchen schaut man durch die mentale Komponente in sich hinein.

Lieblings-

Buch: Der Schwarm (Frank Schätzing), Deep End (Ali Hazelwood)
Film: Fluch der Karibik (Teil 1)
Song: Beautiful Things (Benson Boone)
Schauspieler/in: Emma Watson
Motto: No Limits!
Autor/in: Homer, Shakespeare, Jane Austen, Frank Schätzing
Serie: Outer Banks
Stadt: Baden bei Wien
Land: Griechenland
Gericht: Kaiserschmarren
Getränk: Gelber Muskateller

Schönstes und negativstes Erlebnis der vergangenen Woche

Schönstes: Ich habe an meiner alten Universität einen Vortrag gehalten und über Freitauchen sowie Mental Health gesprochen. Ein zweites sehr schönes Erlebnis: Eine Frau hat mich öffentlich angesprochen, weil sie mich durch einen ORF-Beitrag erkannt hat. Sie war total beeindruckt und hat mir positiv zugesprochen.

Negativstes: Es gab ein paar negative Entwicklungen innerhalb der Community. Es ging in eine ungute kompetitive Richtung, und ich weiß nicht, woher das letztens gekommen ist. Damit kann ich nicht viel anfangen. Ich finde schade, dass da jetzt sehr viel polarisiert wird und man sich weniger gegenseitig unterstützt im Vergleich zur Vergangenheit.

Persönliches Mitbringsel

Meine Monofin als Glückskette, die ein Freund handgefertigt hat. Ich poliere sie immer auf, damit sie schön glänzt. Ich trage sie jeden Tag, außer ich trage einmal meinen Mantarochen. Auch im Wasser beim Tauchen bleibt die Kette oben. Sie erinnert mich daran, dass ich die Meerjungfrau bin, die ich als Kind immer sein wollte. Sie ist eines meiner wichtigsten Besitztümer. Mit meiner Monofin verbinde ich extrem viel – ich bin mit Walen, Delfinen und Haien getaucht.
Monofin-Kette von Freediverin Christin Gerstorfer

Berufswunsch als Kind

Zuerst wollte ich Höhlenforscherin werden, ein bisschen wie Indiana Jones. Dann war es Innenarchitektin, später auch Lehrerin. Durch meine Tätigkeit als Instruktorin bin ich das heute auch. Meeresbiologin wollte ich auch werden. Heute liebe ich es, in Höhlen zu tauchen. Das ist der Ort, an dem ich mich am meisten zu Hause fühle. Das verbindet wieder die Höhlenforscherin und die Meeresbiologin.

Wen wolltest du immer schon einmal treffen?

Jacques Cousteau, Homer

Teenie-Schwarm

Orlando Bloom, Chris Hemsworth

Café-Bestellung

Stilles Wasser

Ort des Interviews

Coffee Pirates
Welches Café könnte für eine Freediverin besser passen als ein Café mit Meeresbezug? Eben, und genau deswegen wurden die Kaffeepiraten für das Interview mit Christin Gerstorfer ausgewählt. Gegründet im Jahr 2012 vom Techniker Werner Savernik und seiner Freundin Evelyn Priesch, ursprünglich Marketing-Fachfrau. Nach einer einjährigen Weltreise, auf der sie diverse Kaffeeplantagen in Neuseeland, Ecuador und Kolumbien kennenlernten, eröffneten sie nach einer Barista-Ausbildung in Berlin die Coffee Pirates in Wien vis-à-vis vom alten AKH. Das Motto der Coffee Pirates: Your comfort zone outside your comfort zone. Irgendwie auch passend zum heutigen Interview.

Bildgalerie

zur Verfügung gestellt von Christin Gerstorfer (Copyrights: Carlos Coste & Petra del Mar (Schiffswrack) und Costas Constantinou (Tauchgang))